Guangzhou · Elektromobilität · Autonomes Fahren

XPeng

小鹏汽车

Kurzantwort

XPeng ist einer der drei großen chinesischen Elektroauto-Startups und derjenige, der am stärksten auf Fahrassistenz setzt. Der Sitz ist in Guangzhou, die Werke stehen in Guangzhou und Zhaoqing. Der Konzern ist auch in Europa aktiv, mit einem anderen Vertriebsmodell als die Wettbewerber.

Werke und Hauptsitz sind nicht öffentlich zugänglich; Empfänge über Geschäftskontakte und Messen. Für diese Seite liegt keine Zusage vor.

Was man vor Ort sieht

Fahrassistenz als Kernprodukt

XPeng positioniert sich über Software, nicht über Reichweite oder Preis. Das ist für europäische Besucher der interessante Punkt: Wie weit ein chinesischer Anbieter bei Assistenzsystemen ist, lässt sich in einer Fahrt auf der Autobahn besser einschätzen als in einer Präsentation.

Das Werk in Zhaoqing

Rund zwei Stunden von Guangzhou entfernt, eines der jüngeren Werke des Landes. Interessant ist weniger die Anlage als der Anlauf: Wie schnell ein neuer Standort auf Stückzahl kommt, ist in China eine andere Größenordnung als in Europa.

Der Europaansatz

XPeng verkauft in Europa über eigene Strukturen statt über ein Händlernetz — ein Modell, das bei chinesischen Herstellern ungewöhnlich ist und entsprechend hohe Investitionen verlangt. Ob es trägt, ist im Gespräch klärbar.

Was nicht gezeigt wird

Entwicklung und Testgelände sind nicht Teil eines Besuchs. Ein Termin bleibt bei Empfang, Fahrzeugvorstellung und Gespräch.

Warum sich der Besuch lohnt

XPeng ist der Fall, an dem sich zeigt, ob chinesische Hersteller auch bei Software und Fahrassistenz führen können — und nicht nur bei Batterie und Preis. Für die europäische Wahrnehmung ist das der entscheidende Punkt, weil er die Annahme infragestellt, China könne nur hardware.

Guangzhou liegt im Perlflussdelta, rund 30 Minuten mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Shenzhen und zwei Stunden von Hongkong. Für Reisende, die den Süden als Schwerpunkt planen, ist die Stadt der natürliche zweite Standort neben Shenzhen — die Fahrzeiten sind kurz, die Industriedichte hoch.

Der Termin selbst ist konventionell: Empfang, Fahrzeuge, Gespräch, etwa zwei Stunden. Der Werksbesuch in Zhaoqing ist ein separates Vorhaben mit eigener Anfahrt und sollte nicht am selben Tag geplant werden.

Für die inhaltliche Vorbereitung empfiehlt sich eine Fahrt mit einem Assistenzsystem — entweder in China oder vorher in Europa, wo XPeng vertreten ist. Wer die Systeme einmal benutzt hat, kann im Gespräch die richtigen Fragen stellen: nicht nach Funktionen, sondern nach der Grenze zwischen Assistenz und Verantwortung. Das ist der Punkt, an dem sich chinesische und europäische Ansätze derzeit am deutlichsten unterscheiden.

Lässt sich kombinieren mit

  • Midea (Foshan)
  • Sany Heavy Industry (Changsha)

Quellen

  • Unternehmensangaben zu Modellen und Standorten, Stand Oktober 2026
  • Öffentliche Berichte zur europäischen Marktstrategie, 2026

Angaben zu Standort und Leistungsumfang ändern sich. Der Vermerk „Zugang nicht bestätigt" bedeutet, dass keine Zusage des Unternehmens vorliegt — nicht, dass ein Besuch ausgeschlossen ist.