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Xiaomi Auto

小米汽车

Kurzantwort

Xiaomi ist 2024 in den Automarkt eingestiegen und produziert am Stadtrand von Peking im Wirtschaftsbezirk Yizhuang. Das Werk ist das einzige Automobilwerk in China, das regelmäßig und kostenlos für Privatpersonen öffnet — mit Führung durch die Halle und Blick auf die Montagelinie. Die Anmeldung läuft über eine App und verlangt einen chinesischen Ausweis; für ausländische Besucher ist das die eigentliche Hürde.

Das Werk öffnet öffentlich und kostenlos, im Oktober 2026 mit über 150 Terminen im Monat, werktags vier am Tag. Die Buchung läuft ausschließlich über die Xiaomi-Auto-App, und beim Einlass wird die chinesische Identitätskarte geprüft. Für Reisende mit ausländischem Pass ist damit kein regulärer Weg vorgesehen; der Zugang entsteht über eine Begleitperson mit chinesischem Ausweis oder über einen organisierten Besuch. Für diese Seite liegt keine Zusage vor.

Was man vor Ort sieht

Die Montagelinie

Der Rundgang führt tatsächlich durch die Produktion, nicht nur an Schaufenstern vorbei. Rund 25 Minuten Fahrstrecke durch die Halle, mit Blick auf Roboterstationen und den Takt der Anlage. Das ist in China selten: Die meisten Hersteller zeigen Musterfahrzeuge, nicht den laufenden Betrieb.

Der Anlauf in Rekordzeit

Zwischen Ankündigung und Serienfertigung lagen bei Xiaomi weniger als drei Jahre. Wer die Halle sieht, versteht, wie das möglich war: keine gewachsene Fabrik, sondern eine auf der grünen Wiese gebaute Anlage mit hohem Automatisierungsgrad — und eine Auslegung, die von Anfang an auf Stückzahl gerechnet ist.

Das Technikzentrum

Ein Ausstellungsbereich mit Fahrzeugen, Antriebstechnik und Chips. Der interessantere Teil ist die Konstruktion: Xiaomi kommt aus der Unterhaltungselektronik und hat die Logik mitgebracht — wenige Varianten, hohe Integration, kurze Entwicklungszyklen.

Die Hürde beim Einlass

Der Termin ist kostenlos, aber die Anmeldung verlangt eine chinesische Identitätskarte, und beim Eingang wird sie kontrolliert. Wer mit deutschem Pass kommt, muss den Besuch über eine Begleitperson oder eine organisierte Gruppe abwickeln. Das ist kein Geheimnis, wird aber auf keiner Buchungsseite erklärt.

Warum sich der Besuch lohnt

Xiaomi ist der Test, ob ein Elektronikkonzern ein Auto bauen kann, das in Europa konkurrenzfähig ist — und ob ein chinesisches Werk erstmals so etwas wie Werksführungen für die Öffentlichkeit etabliert. Beides ist noch offen.

Das Werk liegt in Yizhuang, im Südosten Pekings, rund 40 Minuten mit der U-Bahn bis zur Endstation der Linie Yizhuang und von dort zehn Minuten mit dem Taxi. Es ist kein Ort, an dem man auf dem Weg zu etwas anderem vorbeikommt — der Besuch braucht einen halben Tag, davon etwa zweieinhalb Stunden vor Ort: 15 Minuten Ausstellung, 25 Minuten Fahrt durch die Halle, der Rest frei.

Für Reisende ohne chinesischen Ausweis ist die Vorbereitung der entscheidende Punkt. Die App verlangt eine Identitätsnummer, die ein ausländischer Pass nicht hat. Zwei Wege funktionieren in der Praxis: eine Begleitperson mit chinesischem Ausweis, die den Termin bucht und mitkommt, oder die Anmeldung über einen Veranstalter, der die Gruppe anmeldet. Beides muss vorher geklärt sein; an der Pforte lässt sich das nicht lösen.

Warum sich der Aufwand lohnt: Dies ist der einzige Ort in diesem Verzeichnis, an dem ein Automobilwerk regelmäßig und für jedermann öffnet. Bei allen anderen Herstellern ist der Werksbesuch eine Ausnahme, die über Geschäftsbeziehungen entsteht. Hier ist er ein Programmpunkt — und das sagt etwas darüber, wie Xiaomi den Markt bearbeitet: nicht über Flottenkunden, sondern über Aufmerksamkeit.

Lässt sich kombinieren mit

  • JD.com Asia No. 1 (Beijing)
  • BOE Technology (Beijing)
  • Baidu Apollo (Beijing)

Quellen

  • Xiaomi Auto, Terminankündigungen Werksbesuch, September und Oktober 2026
  • Wegbeschreibung und Ablauf des Besuchs, öffentliche Berichte, 2026
  • Unternehmensangaben zu Werk Yizhuang, Stand Oktober 2026

Angaben zu Standort und Leistungsumfang ändern sich. Der Vermerk „Zugang nicht bestätigt" bedeutet, dass keine Zusage des Unternehmens vorliegt — nicht, dass ein Besuch ausgeschlossen ist.