Shanghai · Spiele · Digitale Medien
miHoYo
米哈游
Kurzantwort
miHoYo entwickelt „Genshin Impact" und weitere Spiele, die weltweit gespielt werden — mit einem Umsatz, der überwiegend außerhalb Chinas entsteht. Der Sitz ist in Shanghai. Besucher finden dort nichts zu besichtigen; interessant ist das Unternehmen als Fall gelungener kultureller Ausfuhr.
Kein Besuchsprogramm, kein Showroom, keine öffentliche Anlaufstelle. Termine entstehen ausschließlich über fachliche Kontakte. Für diese Seite liegt keine Zusage vor.
Was man vor Ort sieht
Ein chinesisches Produkt, das im Ausland funktioniert
Das ist der eigentliche Punkt. Chinesische Software ist in Europa meist als Werkzeug oder Plattform präsent, selten als Unterhaltungsmarke mit eigener Fangemeinde. miHoYo hat das geschafft — ohne Anpassung an europäische Sehgewohnheiten, sondern mit einem eigenen Stil.
Die Wirtschaftlichkeit von Live-Spielen
Das Geschäftsmodell beruht auf laufenden Inhalten und wiederkehrenden Ausgaben, nicht auf Verkauf. Für Gespräche ist das der ergiebigere Teil: Wie ein Team Inhalte über Jahre produziert, ohne dass die Qualität einbricht, ist ein Produktionsproblem, kein Marketingproblem.
Was es nicht gibt
Keine Führung, keine Vorführung, keinen Ort, an dem man ohne Termin auftauchen könnte. Ein Besuch wäre ein Gespräch in einem Konferenzraum — und nur sinnvoll, wenn es ein konkretes Thema gibt.
Warum sich der Besuch lohnt
Kulturelle Ausfuhr ist der Bereich, in dem China am wenigsten über Preise und am meisten über Inhalte konkurriert. miHoYo ist das deutlichste Beispiel dafür, dass das funktionieren kann — und dass es nicht über Anpassung funktioniert, sondern über Eigenständigkeit.
Xuhui, im Südwesten des Zentrums, ist einer der Bezirke, in denen Shanghais Spiele- und Medienbranche sitzt. Für Reisende ohne Termin ist der Ort bedeutungslos — es gibt kein Gebäude, das man ansehen könnte.
Der einzige sinnvolle Anlass ist ein fachliches Gespräch, und auch das nur mit konkreter Frage: Produktionszyklen, Lokalisierung, Community-Management, oder der Umgang mit regulatorischen Vorgaben in China und im Ausland. Wer als Spieler anreist, wird nicht empfangen; wer als Branchenvertreter kommt, hat eine realistische Chance.
Für die Reiseplanung heißt das: Dieser Eintrag gehört nicht in ein Besuchsprogramm, sondern in eine Fachreise. Wer China vor allem als Produktionsstandort versteht, übersieht diesen Bereich ohnehin — dabei ist er derjenige, in dem chinesische Unternehmen international am sichtbarsten sind, ohne dass es jemand in Europa als Industriethema wahrnimmt.
Lässt sich kombinieren mit
- Tencent (Shenzhen)
- MiniMax (Shanghai)
- Bilibili (Shanghai)
Quellen
- Öffentliche Angaben zu Spielen und Veröffentlichungen, Stand Oktober 2026
- Öffentliche Berichte zur internationalen Verbreitung, Stand 2026
Angaben zu Standort und Leistungsumfang ändern sich. Der Vermerk „Zugang nicht bestätigt" bedeutet, dass keine Zusage des Unternehmens vorliegt — nicht, dass ein Besuch ausgeschlossen ist.